Donnerstag, 26. Oktober 2017

Bye bye, Sommer!

Septembergarten

Nach längerer Zeit, diversen Operationen bei Mensch und Tier und einem sensationellen Urlaub auf Kuba wieder mal ein Lebenszeichen von den Landpomeranzes. Wir sind schon voll und ganz im Herbst angekommen und damit beschäftigt, den Garten nach und nach winterfest zu machen: ein letztes Mal jäten und Rasen mähen, Laubmulch in den Beeten verteilen, Stauden teilen, Rasen mit Herbstdünger versorgen, letzte Blumenzwiebeln setzen, Teichtechnik reinigen, Gartenmöbel einmotten... Im September sah es noch so schön aus mit blühenden Sonnenblumen und Astern, aber so langsam freuen wir uns auch darauf, dass Ruhe einkehrt und wir über die Wintermonate neue Kräfte für das nächste Gartenjahr sammeln können.

Dienstag, 29. August 2017

Mosaik-Arbeitsplatte für die Laube


Auch in unserer Gartenlaube wollen wir es schön haben. Hier habe ich Dir schon einmal von der Low-Budget-Umgestaltung der Küchenzeile berichtet. Gefehlt hat noch die Arbeitsplatte, deren Holzimitat-Folie mir überhaupt nicht gefiel. Da ich die Arbeitsplatte nicht ersetzen wollte, habe ich sie auf andere Weise verschönert: Ein Glasbruchstein-Mosaik ziert die Arbeitsplatte in unserer kleinen, aber feinen Landhausküche. Wenn Du auch auf bunte Farben und Gaudis Modernismus in Barcelona stehst, lies hier, wie Du Dir ein eigenes Mosaik erstellst.

Mosaik-Arbeitsplatte - so geht's


Sonntag, 27. August 2017

Grünes Berlin: Zoologischer Garten


Seit ich Tante bin, gehe ich wieder öfter in den Zoo. Dabei ist mir erneut aufgefallen, wie schön es dort ist. Auch Dir als Gartenliebhaber möchte ich den Zoo heute als Ausflugsziel im grünen Berlin empfehlen, ob Du nun als Gast hier bist oder aus Berlin stammst, wie ich. Naturfans kommen hier voll auf ihre Kosten, denn der Park ist attraktiv angelegt. Gerade jetzt im Sommer prägen Wildblumen das Bild. Von Gehege zu Gehege bewegst Du Dich auf Wegen entlang von Staudenrabatten.

Zoologischer Garten Berlin - einen Besuch wert


Freitag, 25. August 2017

Wildbienenhotels mit Dachbegrünung

Wildbienenhotel mit MiniteichWildbienenhotel mit Dachbegrünung

Für das Sommerfest unseres Kleingartenvereins habe ich mir als frischgebackene Gartenfachberaterin etwas Besonderes einfallen lassen: Gemeinsam mit Herrn Landpomeranze habe ich Wildbienenhotels mit Dachbegrünung gebaut. Die Vorbereitungszeit war kurz: Innerhalb einer Woche sammelten wir alle benötigten Materialien zusammen und bereiteten alles so gut wie möglich vor. Am Tag X waren wir dann den ganzen Vormittag damit beschäftigt, alles zu unserem Stand am Vereinsheim im Wiesenweg zu schleppen. Mit verschiedenen gelungenen Insektenhotels stand am Ende ein Ergebnis, das sich sehen lassen konnte. Hier zeige ich Euch exemplarisch den Bau des großen Wildbienenhotels mit Miniteich als Dach.

Wildbienenhotel mit Miniteich - so geht's


Freitag, 14. Juli 2017

Sonntagsspaziergang zwischen Wildblumen

FrodoFrodo schließt Bekanntschaft
WildblumenWildblumen

Ich wohne so gern am Rande von Berlin. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sind wir schnell in der Innenstadt. Und direkt vor unserer Tür wartet die Natur. Der Mauerradweg auf der Grenze zwischen Berlin und Brandenburg ist in eine grüne Umgebung eingebettet. Teilweise handelt es sich um gesicherte Ersatzgrünflächen, die als Ausgleich für den Flughafen und die Autobahn geschaffen wurden. Wir haben das Glück, dass wir im Süden von Neukölln an genau solch einer grünen Oase wohnen. Das freut besonders unseren Frodo, denn der Park ist sein Gassiparadies und das rund ums ganze Jahr. Jetzt im Juli ist es besonders herrlich, denn die Blüten zahlreicher Wildblumen erfreuen Auge und Herz. Am letzten Sonntag waren wir einmal nicht im Garten und nutzten das Intermezzo zwischen den regnerischen Tagen, indem wir einen langen Spaziergang unternahmen. Während Frodo fröhlich die Feldwege entlang sprintete und neue Freundschaften schloss, schwelgten wir im Meer aus einheimischen Wildkräutern: Kamille, Mohn, Echtes Labkraut, Karthäusernelken, Disteln, weiße und gelbe Schafgarbe, Mohn, Bibernelle, Baldrian, Flockenblumen und viele Blüten, die wir gar nicht zuordnen konnten, säumten unseren Weg.

Dienstag, 11. Juli 2017

Bauerngarten: kleine Stilkunde


Jetzt habe ich Dich gleich mit der Überschrift gefoppt. Der Bauerngarten, der mittlerweile in aller Munde ist, ist nämlich gar keine historische Gartenform. Und doch ist er groß im Kommen. Wahrscheinlich, weil wir Städter uns bei allen Vorzügen des Urbanen eben doch manchmal nach ländlicher Ruhe und Idylle sehnen. Ein Bauerngarten ist ursprünglich ein Garten, der von Bauern angelegt wurde und das sagt uns schon fast alles darüber, was hier angepflanzt wird: eine Mischung aus Nutzpflanzen und Zierpflanzen. Das trifft heutzutage auf die meisten Schrebergärten und ebenso auf viele Hausgärten in der Stadt zu. Obwohl der Bauerngarten wohl nicht als kunstvoller Gartenstil Eingang in die Gartenliteratur findet, weckt allein das Wort in uns schon ein wohlig-warmes Gefühl. Bauerngarten - das klingt nach Omas warmem Apfelkuchen und sonnigen Nachmittagen zwischen Blumen und Gemüsebeeten. 

Sonntag, 9. Juli 2017

Zwerge versteckt im Unterholz

Versteckter GartenzwergVersteckter Gartenzwerg

Meine Einstellung zum Thema Gartenzwerg ist bestenfalls als kritisch zu bezeichnen. Er mag als Symbol für deutsche Kleingartenkultur stehen, doch ist es nicht gerade dieses Symbol, das Du mit Spießigkeit, Kitsch und Rückzug ins Private verbindest? Ich schrieb schon in einem früheren Artikel, dass wir von unseren Vorpächtern eine Gartenzwerg-Bataillon übernommen haben. Bei mir wurden sie stante pede vom offensiven Mittelfeld auf die Ersatzbank strafversetzt (meine erste und letzte Fußball-Metapher, versprochen). Die Ersatzbank, das ist ein kleiner Vorsprung in einem schmalen Durchgang, wo sie geduldig ihr Schicksal abwarten. Dass wir die Zwerge überhaupt vorläufig behalten haben anstatt sie gleich achtkant rauszuschmeißen, verdanken die kleinen Bergarbeiter nur einer leidenschaftlichen Fürsprecherin, die mir bei ihrem ersten Besuch in unserem Garten das Versprechen abrang, es wenigstens einmal mit ihnen zu versuchen. Ich war nun kurz davor, die teilweise sehr bunten Plastikzwerge endlich zu entsorgen, als ich auf einen Artikel des leider eingestellten Familiengartenblogs stieß. Dort gibt es einen geheimen Zwergenpfad hinter dem Haus. Die Idee, dass die Zwerge wie in einem Märchenwald einen geheimen, nicht einsichtigen Pfad bevölkern, finde ich sehr niedlich, das muss ich sagen. Besonders, weil ich mich durch meinen Neffen in letzter Zeit stärker mit dem Thema Kinder im Garten beschäftige. Zwei dezentere Exemplare, aus Keramik statt Kunststoff und in verblassten Farben statt knallbunt, haben nun eine neue Wohnstatt gefunden. In einer schattigeren Ecke linsen sie aus japanischer Herbstanemone, Farn und Bergenien heraus. Sie werden nur von jenen entdeckt, die offenen Auges und Geistes durch den verwunschenen Garten spazieren und ganz genau hingucken. Doch Vorsicht! Auf den zweiten Blick sind sie vielleicht schon wieder verschwunden und verstecken sich!