Donnerstag, 22. Juni 2017

Feengarten mit Haus für die Elfen


Liebes kleines oder großes Kind. Glaubst Du an Feen, Elfen und Kobolde? Nein? Und was denkst Du, wer immer Deine Schlüssel an einen anderen Ort legt als den, wo Du sie hingelegt hast? Wer hat wohl heimlich die Tasse zerschlagen, deren Bruchstücke plötzlich auf dem Boden lagen? Und wer klappt immer und immer wieder den Toilettendeckel hoch, obwohl Du ihn doch ganz sicher zugemacht hast? Ich verrate Dir ein Geheimnis. Komm dazu lieber etwas näher, dann flüstere ich es Dir ins Ohr: Feen gibt es wirklich. Nur des Nachts kommen sie heraus, wenn kein Mensch sie sehen kann. Natürlich ist dadurch fälschlicher Weise die Information in die Welt gelangt, es gebe sie überhaupt nicht. Auf Maikäfern reiten sie durch die Lüfte und auf den Blättern von Seerosen drehen sie Pirouetten. 

Mit Feen stellt man sich lieber gut. Dann erweisen sie Dir kleine Gefälligkeiten anstatt Dir Streiche zu spielen. Sie haben nämlich so allerlei Flausen im Kopf und treiben allzu gerne Schabernack. Baust Du ihnen aber einen Haus und gibst ihnen einen Garten, in dem sie sich austoben können, dann stehen sie Dir stets treu als gute Geister zur Seite. 

Einen Feengarten bauen: So geht es 


Sonntag, 18. Juni 2017

Berliner Landpomeranze zu Besuch im Berlingarten

Berlingarten: RosenbogenBerlingarten: Gemüsebeete

Wenn man Xenias Garten betritt, sieht man sofort, dass hier ein Fan der englischen Cottage-Garten-Kultur sein Kleinod gestaltet hat. Durch prachtvoll blühende Rosenbögen und zwischen üppigen Staudenbeeten windet sich der Weg zu Xenias niedlicher Holzlaube. Alles darf hier – typisch für Cottage-Gärten – ein wenig wild durcheinander wachsen. Die Pflanzen stehen dicht an dicht, dazwischen leuchten kleine rote Walderdbeeren hier und da. Xenia bereitet mir einen zauberhaften Empfang mit Erdbeertörtchen und Melissentee. Chefin der Kommunikationsabteilung eines mittelständischen Unternehmens, Mutter einer Tochter im Teenageralter, erfolgreiche Bloggerin und passionierte Gärtnerin – die sympathische Powerfrau sieht aber eigentlich völlig entspannt und ausgeruht aus, als ich sie an einem sonnigen Junisamstag in der Kleingartenkolonie Oeynhausen besuche. Ihr Blog Berlingarten. Glück auf Grün hat gerade den Garden & Home Blog Award für das beste Garten-Blog gewonnen. Xenia erzählt mir, dass sie sich zurzeit vor Kooperationsanfragen kaum retten kann. Neben ihrer 50-Stunden-Arbeitswoche bräuchte sie eigentlich eine Sekretärin, um alle Anfragen sichten zu können. "Schließlich will ich nur aufnehmen, was ich selbst richtig gut finde und als relevant für meine Leser beurteile", sagt Xenia.

Berlingarten: Xenias kleines Paradies


Mittwoch, 14. Juni 2017

Der Weg ist das Ziel: Garten-Wandelpfad

Garten-Wandelpfad: GaudichGarten-Wandelpfad: Polsterthymian

Wandelpfad - was für ein poetisches Wort. Findest Du nicht auch? Als wollten die Bodendecker zwischen den ergrauenden Baumscheiben dem feinen Klang des Wortes ästhetischen Ausdruck verleihen, erblühen sie romantisch in Weiß und Blau. Der flach wachsende, immergrüne Thymian bildet ein weißes Polster. Den Gaudich (Isotoma Bluefoot) krönen winzige sternförmige Blüten in Hellblau.

Erinnerst Du Dich noch daran, wie ich den Weg im letzten Jahr im Schweiße meines Angesichts angelegt habe? Die Baumscheiben mussten zugesägt und geölt, die Zwischenräume mit unzähligen Pflänzchen befüllt werden. Während der robuste Polsterthymian schnell Fuß gefasst hat, hatte es der Gaudich schwerer. Anders als der Polsterthymian ist er nicht immergrün, sondern zieht sich im Winter in den Boden zurück, was es Konkurrenzkräutern leichter macht. Jäten ist also unverzichtbar.

Der Wandelpfad als Barfußpfad


Mittwoch, 7. Juni 2017

Gastbeitrag: Teichgetummel


Wenn wir im Garten übernachten, ist es das sanfte Plätschern des Wasserfalls am Gartenteich, auf das ich mich als erstes freue, wenn ich fröhlich durch die Tür der Gartenlaube nach draußen stürme. Ich atme den ganz speziellen Geruch des Teichwassers ein. Es riecht ein wenig modrig, nach Algen, würzig und doch frisch. Vorsichtig taste ich mich dann ans Ufer, denn ich nehme gern einen Schluck aus dem kühlen Nass. Das Teichwasser schmeckt mir viel besser als Leitungswasser. Ich muss aufpassen, dass ich mich dabei nicht in den Rohrkolben verfange oder mit den Füßen im Pfennigkraut hängen bleibe, denn ich möchte lieber nicht in den Teich hinein fallen. In und an unserem Teich wohnen so allerlei lustige Gesellen. Da wäre zum Beispiel der Koi Anton, der im letzten Jahr leider seinen Bruder Pünktchen verloren hat. Dafür teilt er sich das Becken mit einer Schar Goldfische, die ganz schön vermehrungsfreudig sind. Zurzeit haben wir Goldfischbabys. Davon hat mir Anton schon berichtet, bevor sie so groß geworden sind, dass ich sie mit bloßem Auge erkennen konnte.

Freitag, 2. Juni 2017

Google, The Beast oder: Wo ist meine Blogroll?

Google zickt rum! Arme Ziege. Bild von Magnus Manske, CC BY-SA 3.0

Google ist manchmal wirklich eine alte Zicke. Zuletzt hat Blogger - das bekanntlich Google gehört - meine Blogroll geschluckt. Welch ein Ärger! Nun muss ich all meine Lieblingsblogs wieder neu listen. Wenn Du möchtest, dass ich Dein Garten-, Wohn- oder Berlin-Blog aufnehme, schreib mir eine kurze Nachricht in den Kommentaren.

Doch damit nicht genug: Vor ein paar Wochen fiel mir zunächst auf, dass die Seiten meines Blogs nicht mehr indexiert wurden, das heißt, der Google Bot durchsuchte sie einfach nicht und damit konnte ich auch nicht in den Suchergebnissen auftauchen. Ende 2016 gab es plötzlich einen Abfall der indexierten Seiten bis auf 0. Was war das Problem? Bis heute weiß ich es nicht. 

SEO: Wie funktioniert die Google-Suche?


Donnerstag, 1. Juni 2017

Tulpen in Holland: Keukenhof

NarzissenTulpen in HollandTulpen in HollandTulpen in Holland

Heute ist meteorologischer Sommeranfang. Jetzt ist die schöne Tulpenzeit endgültig vorbei und wir blicken noch mal zurück und freuen uns schon auf den nächsten Frühling.

Vor zwei Wochen war ich mit meiner Schwester für ein Wochenende in Amsterdam. Die Wettervorhersage ließ nicht auf gutes Wetter hoffen und so beschloss ich, meinen schweren Fotoapparat zu Hause zu lassen, um mich nicht damit zu belasten. Welch fataler Entschluss! Nachdem es am Samstag den ganzen Tag geregnet hatte, wagte sich am Sonntag nämlich doch noch die Sonne heraus und wir besuchten spontan Keukenhof in Holland, berühmt für seine Tulpen! Zum Glück sprang meine Schwester mit ihrer Smartphone-Kamera (!) ein. Vielen Dank, Schwesterlein, für die Fotos und ja - ich muss zugeben - einige Smartphones machen unfassbar gute Bilder

Tulpen in Holland: Besuch im Keukenhof


Sonntag, 28. Mai 2017

Gartenspaziergang Ende Mai

Lupine: Garten im MaiSchnittlauch

Ende Mai unternehme ich mit Dir noch einen schönen Spaziergang durch meinen Garten, bevor der Juni an unsere Tür klopft. Am frühen Abend laufen wir gemeinsam barfuß durchs Gras. Die Sonne taucht den Garten in warmes Licht und die heiße Luft des Tages ist einer angenehmen Brise gewichen. Der Wonnemonat Mai: Nach einem langen, kalten April ist es endlich doch noch warm geworden. Die überbordende Blütenpracht des Juni lässt sich im Mai durch die Vorhut zart ankündigen. Auf der Kräuterspirale beginnen der Salbei, das Schnittlauch und das Bergbohnenkraut zu blühen. Auch nach der Blüte sind die Kräuter noch sehr schmackhaft. Lässt Du die Kräuter zur Blüte kommen, leistet Du einen wertvollen Beitrag für die Natur, denn Kräuter bieten Bienen und vielen anderen Insekten Nahrung. Du beugst Dich hinunter, steckst Deine Nase in die Kräuter und atmest den aromatischen Duft von Salbei, Ananasminze und Thymian ein.

Dienstag, 23. Mai 2017

Neues Gemüsebeet: Kürbis - Rhabarber

KletterroseKürbis-Rhabarber-Beet

Wenn es hier im Blog manchmal stiller ist, bedeutet das nicht, dass sich nichts tut in Sachen Garten. Im Gegenteil: Wir sind sowas von fleißig, dass oft gar keine Zeit fürs Schreiben und Fotografieren bleibt. Momentan sind wir neben den normalen Gartenarbeiten, die so anstehen (jäten, Aussaat...), vor allem in der Gartenlaube ganz aktiv und verbessern den Innenausbau. Das erstere größere Gartenprojekt in diesem Jahr haben wir hingegen schon vor einigen Wochen abgeschlossen: die Erweiterung und Umwandlung des Kletterrosenbeets in ein Gemüsebeet. 

Donnerstag, 18. Mai 2017

Flieder oder: Wann ist man bei uns eigentlich heimisch?

FliederFlieder
FliederFlieder
FliederFlieder

Am 30. April - Fliederbüsche in ganz Mitteleuropa beginnen gerade in herrlichstem Violett und Weiß zu blühen - veröffentlicht Bundesinnenminister Thomas de Maizière zehn Thesen zu einer deutschen "Leitkultur" im Qualitätsmedium Bild am Sonntag. In der Einleitung schreibt er: "Nicht jeder, der sich eine gewisse Zeit in unserem Land aufhält, wird Teil unseres Landes." Beim Anblick des üppig blühenden Flieders, der im 16. Jahrhundert erstmalig aus der Türkei nach Mitteleuropa gebracht wurde, frage ich mich: Wie lange muss man denn hier leben, um zu uns zu gehören?

In letzter Zeit habe ich mich verstärkt mit dem Konzept des naturnahen Gartens beschäftigt. Aus ökologischer Sicht ist es sinnvoll, einheimische Pflanzenarten im Garten anzusiedeln, weil zum Beispiel die heimische Tierwelt besser auf sie eingestellt ist. Willst Du Deinen Garten streng mit einheimischen Stauden und Gehölzen gestalten, merkst Du aber schnell, wie einschränkend das sein kann.

Was bedeutet "einheimisch"?


Dienstag, 9. Mai 2017

Gemüsegarten im Mai

Tulpen im GemüsegartenTulpen im Gemüsegarten
Hochbeet: Erdbeeren und Knoblauch in MischkulturHochbeet: Kohlrabi und Radieschen
Hochbeet: RadieschenBlühpflanzen im Gemüsegarten

Einer der großen Vorteile am Gärtnerdasein ist ja: Ich bin immer braun wie ein Schokokeks. Sogar wenn das Wetter solche Fiesematenten mit uns veranstaltet wie zurzeit. Obwohl unser Osterurlaub in  Rom wegen eines gecancelten Fluges ausgefallen ist, bin ich während des verregneten und zu kühlen Aprils mindestens dreimal darauf angesprochen worden, wie erholt ich aussehen würde (na ja - wenn schon nicht von innen, dann halt von außen - läuft). Sobald die Sonne mal fünf Minuten scheint, sind wir eben draußen. So auch am letzten Wochenende. 

Sonntag, 23. April 2017

IGA 2017 in Berlin: Highlights im April


Von Berliner Gartenfreunden und Stadtpflanzen aus aller Welt heiß erwartet, hat sie in der letzten Woche endlich Eröffnung gefeiert: die Internationale Gartenausstellung (IGA) 2017 in Berlin. Die Landpomeranzes hält da nicht einmal das wechselhafte Wetter im kuschlig Warmen. Regenjacken an, Fotoausrüstung eingepackt und ab in die Beete! Nur dass es diesmal eben nicht unsere eigenen waren. Lest hier unseren ersten Bericht und scrollt Euch durch den Fotoexzess. Wenn Ihr am Ende richtig Lust auf einen eigenen Ausflug nach Marzahn-Hellersdorf habt, findet Ihr auch gleich alle wichtigen Infos, um Euren Besuch zu planen.


Was ist neu auf der IGA 2017? Was gibt es zu sehen?


Samstag, 8. April 2017

Gemüse vorziehen III: pikieren

Gemüse pikierenGemüse pikieren
Gemüse pikierenGemüse pikieren

Die Rettiche haben sich ganz schön Zeit gelassen, aber vor ein paar Tagen war es endlich soweit. Ich konnte den nächsten Schritt in Angriff nehmen und das Gemüse pikieren. Nun warte ich nur noch auf die Tomaten und die Sommerblumen.

Der richtige Zeitpunkt zum Pikieren ist gekommen, wenn die kleinen Pflanzen das erste charakteristische Blattpaar nach den Keimblättern entwickelt haben. Auf den Fotos seht Ihr deutlich den Unterschied zwischen den Blättern.

Was bedeutet "Gemüse pikieren" und warum macht man das?


Mittwoch, 5. April 2017

Kartoffelturm anlegen: Frühling im Gemüsegarten

Kartoffelturm anlegenKartoffelturm anlegen

Der Gemüsegarten leuchtet in Gelb in der Sonne. Im Hintergrund erblühen die Forsythien und zwischen den Hochbeeten die Narzissen in österlicher Pracht. Zeit für neue Projekte! Die Hochbeete, das Gewächshaus und die Pflanzsteine sind weitgehend bestückt. Am letzten Wochenende haben wir nun noch zwei Kartoffeltürme gebaut. Einen Kartoffelturm anlegen, das bedeutet - wie so oft bei mir - platzeffizientes, vertikales Gärtnern auf minimaler Fläche.

Kartoffelturm anlegen: So gelingt es Euch


Montag, 3. April 2017

Gemüse vorziehen II: Tomaten und Kürbisse


Die Tomatensamen und Kürbiskerne sind in die Töpfe gekommen! Seit vier Wochen ziehe ich bereits Rettich und Kohlrabi im Balkongewächshaus vor und bin damit für die Frühkultur im Hochbeet etwas spät dran. Nun folgt also schon der zweite Streich. Tomaten, Kürbisse und anderes wärmeliebendes Gemüse solltet Ihr im Haus vorziehen. Bei mir befinden sie sich direkt am Südfenster in der Küche neben Sommerblumen wie Schwarzäugiger Susanne und Tagetes. Wenn Ihr wie ich unter chronischem Platzmangel auf der Fensterbank leidet, könnt Ihr auch Teleskopstangen in den Fensterrahmen klemmen. Wie Ihr seht, habe ich daran kleine Töpfe aufgehängt.

Wieso überhaupt Gemüse vorziehen und nicht direkt säen?


Mittwoch, 29. März 2017

Im März im Britzer Garten

Krokusse im Britzer GartenKrokusse im Britzer Garten
NarzisseNarzisse
BlausternBaumblüte
  EnteGräser

Letztes Wochenende hatten wir wieder herrlichstes Frühlingswetter, das wir diesmal nur zum Teil im Garten genossen haben. Am Sonntag besuchten wir stattdessen mit unserem Neffen den Britzer Garten. Der Heuschnupfen hält sich zum Glück noch im erträglichen Bereich, denn gerade in dieser schönen Anlage im Süden Berlins schwirren die Birkenpollen im April in Massen durch die Gegend. Die Tulpen blühen noch nicht, stehen aber schon in den Startlöchern. Dafür erfreuten wir uns an Frühblühern wie Blaustern, Krokussen und Osterglocken. Auch die ersten Bäume stehen bereits in Blüte.